Rechtsanwalt für Urheberrecht

Im Gegensatz zu Registerschutzrechten (Patente, Marken, Geschmacksmuster), die mit Eintragung in ein Register entstehen, entsteht ein Urheberrecht mit dem Akt der Schöpfung. Voraussetzung für den Urheberrechtsschutz ist eine persönliche geistige Schöpfung.

Urheberrechtlich geschützte Werke sind solche der Literatur, der Wissenschaft und der Kunst im weitesten Sinne. Hierunter fallen z.B. anspruchsvolle Texte, Computerprogramme, Musikstücke, Melodien, Filme, Fernsehsendungen, Fotos, Reden, Theaterstücke, Bilder, Skulpturen, Bauwerke.

Entscheidend für die Anerkennung eines Werkes im Urheberrecht ist das Vorhandensein einer sog. Gestaltungshöhe. Damit gemeint ist der „geistige Einsatz“, der hinter der Schaffung des Werkes steht.

Die für ein Werk im Urheberrecht erforderliche Gestaltungshöhe wird für jede Werkart unterschiedlich beurteilt. Beispielsweise ist für ein Foto nahezu gar kein „geistiger Einsatz“ nötig. Jedes Foto auch Schnappschuss aus dem Urlaub, ist urheberrechtlich geschützt, vgl. auch Bilderklau bzw. Verfälschen und Verändern von Fotos. Sprachwerke, technisch-wissenschaftliche sowie Werke der angewandten Kunst (z.B. Designmöbel, Logos) müssen aber einen hohen „geistigen Einsatz“ wiederspiegeln, um als Werk im Sinne des Urheberrechts anerkannt zu werden.

Das Urheberrecht währt 70 Jahre bis zum Tod des letzten Urhebers. Nach dem Deutschen Urheberrecht kann das Urheberrecht als Ganzes nur vererbt aber sonst als Ganzes nicht übertragen werden. Der Urheber kann nur Verwertungs- bzw. Nutzungsrechte einräumen. Er bleibt aber immer der Urheber.

Die wichtigsten Ansprüche des Urhebers gegen Verletzer sind Unterlassungs- und Schadenersatz- sowie Auskunftsansprüche. Ob ein Werk als urheberrechtlich geschützt anerkannt wird und ob eine Verletzung vorliegt, wird letztlich in einem Gerichtsverfahren geklärt.

Über anfallende Kosten im Urheberrecht informieren wir Sie, bevor diese entstehen und zwar so transparent wie möglich.